CD-Rezension im Eclipsed 2014/02

Diese Rezension steht im Eclipsed-Magazin 2014/02. Vielen Dank an Marcus. Sven und Walter und das restliche Eclipsed-Team!

GERD WEYHING

„The Hidden Symmetry“ (www.schrottland.de)
8 von 10 Punkten
Artverwandt: Robert Fripp; Brian Eno; Terje Rypdal; Popol Vuh

Der Pfälzer Gerd Weyhing hat dereinst bei Robert Fripp einen Gitarren-Crashkurs Sachen Soundscapes besucht. Das hört man. Ähnlich wie beim King-Crimson-Elder-Statesman kann man auch aus Weyhings sich langsam entfaltenden elektronischen Klängen kaum heraushören, was auf Gitarre und und was auf Synthesizer beruht. Drei Longtracks bietet er mit seiner zweiten Scheibe. Es flirrt und sirrt auf „Icyclokinesis“, bis eine verzerrte Gitarre das weitere musikalische Feld bestellt. Langsam wird der Raum gefüllt. Eine Art Akustische kommt hinzu. Dann Sphären-Strings. SchlieSlich Sequenzer. Ein schöner Fiebertraum wie auf einer von Van Gogh gemalten Sonnenwiese. Bei „Multilated Serenity“ kommen dezente chorale und Drones-Sounds sowie Percussion zueinander. Das ist hier weniger Meditation als Klangexkursion. Das mysteriös-psychedelische „Dubh Artach“ taucht dann mitsamt Echolot tief ins Unterbewusste ab. Die elektronische Klanggestaltung erinnert auch an den guten alten Eberhard Schoener. Die verzerrte E-Gitarrre spielt entrückt mit leicht keltischen Motiven. Eine feine neue Stimme im anspruchsvollen Ambient-Kosmos.

Top-Track: Icyclokinesis
WS (Walter Sehrer)

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